WOher komme ich

Gott verdirbt mir doch nur den Spaß!

„Don’t stop me now. Ich habe nämlich endlich mal Spaß. Komm mir jetzt nicht mit Gott, der mir vorschreiben will, wie ich zu leben habe. Her mit der Party, prost auf die Freude, das Leben, die Liebe – wie sie kommt und geht. Wer will schon fromm in der Kirchenbank sitzen und sich das alles entgehen lassen. Das bisschen Freude lass ich mir nicht nehmen.“

Irgendwie verständlich diese Gedanken. Immerhin ist das Leben kein Einhorn-Kindergeburtstag – sprich, es ist nicht in Glitzer gebettet. Vielmehr ähnelt es einer Abfolge von Routinen, Pflichten, Leistungsdruck, manchen Enttäuschungen, Reibereien im Kleinen und Krisen im Großen. Kein Wunder, dass man all dem zwischendurch entfliehen will. Mal ordentlich feiern, leben, ein wenig Leichtigkeit und Fröhlichkeit aus dem Glas und was Hübsches im Arm. Aber bitte nicht in der Gesellschaft eines Moralapostels oder noch schlimmer, dessen Chef: Gott. Den halten wir mal raus aus der Party.

Weil du in diesem Moment, in dem du diese Zeilen liest, gerade nicht feierst, stellen wir doch eine Spaßgleichung an. Vorausgesetzt es gibt einen Schöpfergott: Wer ist es, der Hopfen und Malz schuf, der Weintrauben wachsen lässt, der Menschen als Mann und Frau samt ihrer Sexualität geschaffen hat? Wer gab dem Menschen die Musikalität, die Fähigkeit, Freude zu empfinden? Ach ja, der Spaßverderber. Ohne ihn wäre es viel schöner. Wir säßen bei Wasser (halt, das kommt ja auch von ihm), also ohne Wasser und nichtexistent … Ende der Party.

Dieses kleine Gedankenexperiment zeigt, dass wir nicht konsequent logisch denken, wenn wir uns Gott als Spaßverderber denken. Ohne ihn könnten wir gar keinen Spaß haben. Könnten uns nicht an der schönen Natur freuen, nicht an einem guten Witz. Selbst der Humor ist eine Gottesgabe. Es muss also irgendetwas falsch sein an der Spaßverderber-Theorie.

Prüfen wir sie also in der Bibel. Die erzählt uns von einem Gott, der Mensch wurde und ausgerechnet als ersten öffentlichen Akt auf der Weltenbühne Wasser in Wein verwandelte. Dieser war bei einer Hochzeit ausgegangen, bei der Jesus zu Gast war. Offensichtlich gönnte er der Hochzeitsgesellschaft den Spaß und der von ihm verwandelte Wein wurde als wahres Kellerjuwel gerühmt.

Gott hat somit kein Interesse daran, uns den Spaß zu verderben. Im Gegenteil: Er ist es, der ihn überhaupt erst ermöglicht! Er schenkte Ohren, mit denen wir Musik hören können, einen Körper, der Sport betreiben kann und das Essen, das wir genießen: All das sind Erfindungen von Gott. Er hat sie nicht aus Versehen geschaffen, sondern für uns! Denn Gott gibt uns alles reichlich, und wir dürfen es genießen (1. Tim 6,17b).

Gott schenkt nicht nur Wein und Feste, er schenkt viel mehr Grund zur Freude. Der Gott der Liebe dachte sich Sexualität aus. „Genieße das Leben mit der Frau, die du liebst“, heißt es in Prediger 9,9a. Erfreu dich an ihr, ein Leben lang. Wie ein Geschenk in einer Box kommt, stellt Gott seine Geschenke in einen Rahmen. Was das bedeutet? Gott möchte, dass wir seine Gaben in dem Rahmen genießen, in dem sie uns guttun und weder uns noch anderen schaden. Und in einem Rahmen, der Ihn und Seine Wertigkeiten ehren. Filmriss nach einer Feiernacht, Alkofahrt oder Liebe ohne Verbindlichkeit auf Zeit und Lebensabschnitt befinden sich außerhalb des Rahmens – weil sie uns langfristig schaden. Das stößt vielen besonders im Bereich der Sexualität sauer auf. Deshalb lohnt sich hier auch noch ein Nachdenkimpuls:

In der Bibel lesen wir, dass beim Sex zwei Menschen zu einer Einheit, einem Fleisch werden. Es entsteht eine Bindung mit einer tieferen Dimension. Reißt man diese Einheit auseinander, entstehen Wunden. Wenn du ehrlich darüber nachdenkst, dann weißt du, dass es so ist. Dass mit dem Übergehen eines Abschnittspartners in das Bett eines anderen ein Stück Seele hinten bleibt. Oder Würde. Nicht selten sagen genau diejenigen, die ein Freundebuch mit ExpartnerInnen füllen könnten: „Wenn ich ganz ehrlich bin, würde ich mir wünschen, auf den richtigen Menschen gewartet zu haben. Am liebsten würde ich alle meine Erfahrungen auslöschen und das Leben mit nur einer Person genießen.“ Vielleicht ahnen gerade diejenigen, die außerhalb des Rahmens nach ihrem Stück Glück gesucht haben, dass es dort nicht zu finden war?

Gott ist kein Spaßverderber. Der echte Spaßverderber sitzt vielmehr in uns in Gestalt von Charakterschwächen, Egoismus und Unversöhnlichkeit. Wer aber auf Gott sieht, wie er wirklich ist, kann Anteil an Seiner vollkommenen Freude erhalten. Gerne bei einem Gläschen Wein und der Liebe seines Lebens im Arm und mit der Perspektive auf die größte Party aller Zeiten: Die im Himmel.

Mit freundlicher Genehmigung von WERSGLAUBT.at

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